Wer die Pflege seiner WordPress-Website abgibt, sollte schriftlich festhalten, was der Dienstleister übernimmt. Ein Wartungsvertrag schützt beide Seiten: Du weißt, welche Arbeiten erledigt werden und was sie kosten. Der Dienstleister weiß, wofür er verantwortlich ist und wofür nicht. In unseren Projekten erleben wir oft, dass Streit über Wartung auf eine fehlende oder zu vage Vereinbarung zurückgeht, etwa wenn nach einem Ausfall unklar ist, ob Sicherungen dazugehörten. Diese Seite zeigt, welche Punkte in einen WordPress Wartungsvertrag gehören. Sie ersetzt keine Rechtsberatung.
Leistungen genau beschreiben
Der wichtigste Teil eines Wartungsvertrags ist die Beschreibung der Leistungen. Formulierungen wie "laufende Pflege der Website" helfen im Streitfall nicht weiter. Besser ist eine Liste, die für jede Arbeit sagt, was genau passiert und wie oft:

- Updates von WordPress, Theme und Plugins: in welchem Rhythmus, ob Sicherheitskorrekturen sofort eingespielt werden, ob vorher auf einer Kopie getestet wird.
- Sicherungen: wie oft, wohin, wie lange aufbewahrt, wie oft zur Probe zurückgespielt.
- Überwachung: ob Erreichbarkeit, Zertifikat und Fehlerprotokolle überwacht werden und wer bei einer Störung benachrichtigt wird.
- Kontrolle nach Updates: welche Seiten und Funktionen geprüft werden.
- Berichte: wie du erfährst, was gemacht wurde.
Ebenso wichtig ist, was nicht dazugehört: neue Funktionen, Design-Änderungen, Inhaltspflege, Suchmaschinenoptimierung oder die Bereinigung nach einem Angriff. Wenn das im Vertrag steht, gibt es später keine Missverständnisse. Welche Arbeiten typischerweise anfallen, zeigt die Seite WordPress Wartung: Kosten und Abrechnung.
Dienstvertrag oder Werkvertrag
Das Bürgerliche Gesetzbuch unterscheidet zwei Vertragstypen, die für Wartung in Frage kommen. Beim Dienstvertrag verpflichtet sich der eine Teil zur Leistung der versprochenen Dienste, der andere zur Zahlung der vereinbarten Vergütung [1]. Beim Werkvertrag verpflichtet sich der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes, also zu einem bestimmten Ergebnis [2]. Welcher Typ für eine konkrete Wartungsvereinbarung gilt, hängt von der Ausgestaltung ab. Die Frage hat Folgen, etwa dafür, was bei einem Fehler gilt. Lass sie im Zweifel von einem Anwalt prüfen.
Für die Praxis hilft es, klar zu schreiben, ob der Dienstleister bestimmte Tätigkeiten schuldet, zum Beispiel das Einspielen von Updates nach einem festen Ablauf, oder einen Erfolg, zum Beispiel eine bestimmte Erreichbarkeit der Website.
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Zugänge und Verantwortung
Ein Wartungsdienstleister braucht Zugang zu WordPress, oft auch zum Hosting und zur Datenbank. Im Vertrag sollte stehen, welche Zugänge er bekommt, wie er sie aufbewahrt und dass er eigene Benutzerkonten nutzt statt deiner. Eigene Konten machen nachvollziehbar, wer was geändert hat, und lassen sich am Ende der Zusammenarbeit einfach löschen. Vereinbare auch, wer außer dem Dienstleister Administratorrechte hat. Wenn du selbst Plugins installierst, sollte klar sein, ob der Dienstleister für Probleme durch diese Plugins einsteht.

Sicherungen und Wiederherstellung
Die Sicherung ist die wichtigste Leistung einer Wartung, weil sie im Ernstfall über alles entscheidet. Die Dokumentation von WordPress nennt als Grundlage Sicherungen von Datenbank und Dateien, verteilt auf mehrere Orte [3]. Im Vertrag sollte stehen, wo die Sicherungen liegen, wie lange sie aufbewahrt werden, ob du selbst Zugriff darauf hast und wie schnell eine Wiederherstellung beginnt, wenn sie nötig wird. Wichtig ist auch, ob die Sicherungen nach dem Ende der Zusammenarbeit an dich übergeben oder gelöscht werden.
Unser WordPress Hosting sichert täglich in ein zweites Rechenzentrum. Im Shop steht trotzdem, dass diese Sicherungen keine eigene Datensicherung ersetzen [4]. In der Wartung ergänzen wir sie um eine eigene Kopie außerhalb des Servers. Wie wir Sicherungen aufbauen, beschreibt die WordPress Backup-Strategie.
Datenschutz: Vertrag zur Auftragsverarbeitung
Bei der Wartung hat der Dienstleister Zugriff auf personenbezogene Daten, etwa auf Benutzerkonten, Kommentare, Formular-Einträge oder Bestellungen. Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt, dass Verantwortliche nur Auftragsverarbeiter einsetzen, die hinreichende Garantien für eine rechtskonforme Verarbeitung bieten. Die Verarbeitung muss auf einem schriftlichen Vertrag beruhen, der unter anderem Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung, die Art der Daten und die Kategorien betroffener Personen regelt [5]. Ob und in welcher Form ein solcher Vertrag für deine Wartung nötig ist, solltest du mit deinem Datenschutzbeauftragten oder einem Anwalt klären.
Notfälle und Erreichbarkeit
Der Vertrag sollte regeln, was passiert, wenn die Website ausfällt oder angegriffen wird: wen du anrufst, ob Notfälle zur Wartung gehören oder getrennt abgerechnet werden und was außerhalb der Geschäftszeiten gilt. Bei SEO NW gilt für Arbeiten montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr der Stundensatz von 200 Euro netto, außerhalb dieser Zeiten auf Wunsch 400 Euro netto [6]. Im Notfall erreichst du unseren WordPress-Notdienst rund um die Uhr unter 0800 188 7 100.
Updates und Hosting abgrenzen
Viele Hoster spielen heute selbst Updates ein. WordPress aktualisiert kleinere Sicherheitsversionen seit Version 3.7 automatisch, neue Installationen erhalten seit Version 5.6 auch Hauptversionen [7]. Wenn zusätzlich ein Wartungsdienstleister Updates einspielt, sollte der Vertrag festlegen, wer wofür zuständig ist. Sonst laufen Updates doppelt oder gar nicht, und nach einem Fehler weiß niemand, welches Update ihn ausgelöst hat.
Halte deshalb fest, ob automatische Updates des Hosters oder von WordPress eingeschaltet bleiben, wer die Website nach einem automatischen Update kontrolliert und wer den Hoster bei einer Störung kontaktiert. Auch die PHP-Version gehört hierher: Wer entscheidet über einen Wechsel, und wer testet vorher, ob Theme und Plugins damit laufen? Bei unserem WordPress Hosting stimmen wir das intern ab, bei einem anderen Hoster klären wir es zu Beginn der Wartung.
Vergütung, Laufzeit und Kündigung
Bei der Vergütung gibt es zwei Modelle: eine monatliche Pauschale mit festem Kontingent oder die Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand. Pauschalen sind gut planbar, enthalten aber oft Stunden, die nicht gebraucht werden, oder decken Mehraufwand nicht ab. Wir rechnen nach Stunden ab, zum Satz von 200 Euro netto je Stunde, ohne Vertragsbindung und ohne Mindestlaufzeit [6]. Vorab schätzen wir den monatlichen Aufwand, damit du planen kannst.
Achte bei jedem Vertrag auf die Laufzeit und die Kündigungsfrist. Lange Mindestlaufzeiten bei Wartung sind ein Warnzeichen, weil ein guter Dienstleister seine Kunden durch Arbeit hält. Vereinbare auch, wie sich der Preis ändern kann und mit welcher Frist du darüber informiert wirst.
Übergabe am Ende der Zusammenarbeit
Ein oft vergessener Punkt ist das Ende. Im Vertrag sollte stehen, dass der Dienstleister nach der Kündigung alle Zugänge herausgibt oder löscht, aktuelle Sicherungen übergibt und dokumentiert, welche Anpassungen er vorgenommen hat. Wer eine Website übernimmt, für die es keine Unterlagen gibt, braucht viele Stunden, um herauszufinden, was installiert ist und warum. Eine geordnete Übergabe spart diese Zeit. Dazu gehört auch eine Liste der Konten bei Drittanbietern, die für die Website eingerichtet wurden, etwa für Sicherungsspeicher, Überwachung oder Lizenzen von Bezahl-Plugins.

Wie die Zusammenarbeit bei uns beginnt
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme der Website: Versionen, Plugins, Theme, Sicherungen, Server. Danach schreiben wir auf, welche Arbeiten wir in welchem Rhythmus übernehmen, und schätzen den monatlichen Aufwand. Erst dann richten wir Sicherung und Update-Rhythmus ein. Einen ersten Eindruck vom Zustand deiner Website gibt der kostenlose WordPress Site-Check, die Hintergründe zu Updates stehen unter WordPress Updates ohne Risiko.
Woran du einen fairen Wartungsvertrag erkennst
Ein fairer Wartungsvertrag beschreibt die Leistungen konkret, nennt die Kosten offen, hat eine kurze Laufzeit und regelt Sicherungen, Notfälle und die Übergabe am Ende. Er sagt auch, was nicht dazugehört. Wenn ein Angebot nur aus einem Paketnamen und einem Monatspreis besteht, frag nach, was genau dahintersteht. Gute Fragen sind: Wo liegen die Sicherungen, und wann wurde zuletzt eine zurückgespielt? Wer prüft die Website nach einem Update? Was kostet eine Stunde über das Kontingent hinaus? Und was bekomme ich, wenn ich kündige? Wer darauf klar antwortet, hat seine Leistung durchdacht.
Du willst eine Wartung für deine WordPress-Website vereinbaren und wissen, was sie umfassen sollte? Im Erstgespräch für 1 Euro gehen wir die Punkte mit dir durch und schätzen den monatlichen Aufwand.
- Gesetz § 611 BGB Vertragstypische Pflichten beim Dienstvertrag. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 31.10.2026
- Gesetz § 631 BGB Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Backups. WordPress Advanced Administration Handbook. Stand 28.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation WordPress SEO Hosting. SEO NW, hosting.seo-manager.info. Stand 31.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Gesetz Art. 28 DSGVO Auftragsverarbeiter. Verordnung (EU) 2016/679, Textausgabe dsgvo-gesetz.de. Stand 2016. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation SEO-Beratung auf Stundenbasis. SEO NW, hosting.seo-manager.info. Stand 31.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Upgrading WordPress. WordPress Advanced Administration Handbook. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Brauche ich für die WordPress-Wartung einen schriftlichen Vertrag?
Für einzelne Arbeiten auf Zuruf nicht unbedingt. Für regelmäßige Wartung ist eine schriftliche Vereinbarung sinnvoll, damit klar ist, was erledigt wird, was es kostet und wie beide Seiten kündigen können.
Was kostet ein Wartungsvertrag bei SEO NW?
Wir rechnen nach Stunden ab, zu 200 Euro netto montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, außerhalb dieser Zeiten 400 Euro netto. Den monatlichen Aufwand schätzen wir nach einer Bestandsaufnahme.
Gibt es eine Mindestlaufzeit?
Nein. Die Abrechnung nach Stunden ist ohne Vertragsbindung.
Brauche ich einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?
Wenn der Dienstleister bei der Wartung Zugriff auf personenbezogene Daten hat, kann die DSGVO einen solchen Vertrag verlangen. Kläre das im Einzelfall mit deinem Datenschutzbeauftragten oder einem Anwalt.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige?
Das sollte der Vertrag regeln: Zugänge werden gelöscht oder übergeben, aktuelle Sicherungen gehen an dich, Anpassungen werden dokumentiert.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


